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wie wo was in Sizilien

geliebtes Sizilien

schenken sie uns "Drei Wochen" Ihres Lebens,
wir revanchieren uns mit 3000 Jahren Geschichte


Mit diesem Slogan wurden wir begrüßt, als ich mit meiner Familie die Fähre in Palermo verließ. Um es vorwegzunehmen, uns wurde nicht zuviel versprochen. Eigentlich wollten wir nur einen ganz normalen Urlaub machen. Den Werbeslogan haben wir auch erst richtig verstanden, als wir begannen die Insel zu erkunden.

Etwas belesen hatten wir uns bevor wir die Reise ins unbekannte Sizilien antraten, aber das was da auf uns zukommen sollte, hatten wir in unseren kühnsten Urlaubsträumen nicht erwartet.

Wir erlebten eine Zeitreise durch die Jahrtausende, in der wir durch die Theater und die majestätischen Tempel der Griechen gingen, die Luxusvillen der Römer und die herrlichen von den Normannen im Mittelalter gebauten Kirchen, Kathedralen und Schlösser bestaunten.

Die vielen Völker und deren Herren die hierher kamen waren meist als Eroberer gekommen um die strategisch wichtige Position im Mittelmeer zu kontrollieren. Sie alle, Griechen, Römer, Karthager, Araber, Byzantiner, Vandalen, Staufer, Franzosen und Spanier hinterließen ihre Spuren auf der Insel.
Sie hinterließen ihre Architektur und manchmal wurde sie auch miteinander vermischt. Aber genau das selbe passierte mit den Menschen hier. Wir trafen Sizilianer, denen man ihre arabischen Vorfahren ansieht, aber auch Blonde und Rothaarige mit einer für ihre Insel wenig geeigneten Neigung zum Sonnenbrand.

Noch ein Wort zu dem, was wohl jedem einfällt wenn, man an Sizilien denkt. Obwohl sicher allgegenwärtig haben wir von der "ehrenwerten Gesellschaft" nichts mitbekommen. Als Tourist, so wurde uns gesagt, kann man eher auf deren Schutz vertrauen. Wenn man allerdings mit offenen Augen durch die Welt geht, regt manche Begebenheit dazu an, sich seine eigenen Gedanken machen. Kommt man per Fähre in Palermo an, empfängt Sizilien den Besucher mit einem Bild, von dem wir überwältigt waren.

Das blaue Meer und die Stadt, die sich an die Hänge der kahlen und von der Sonne verbrannten Berge lehnt sind ein Anblick, den wir wohl nie vergessen. Schon die ersten Kilometer mit dem Auto und uns wurde bewusst, wir sind hier in einer etwas anderen Welt. Sizilien ist mobil, und ein Fahrzeug scheint hier jeder zu haben.

Der Verkehr ist hier zu jeder Tageszeit wie zur Rushhour in einer deutschen Großstadt, aber dennoch ohne Stau. Offiziell gelten hier die selben Verkehrsregeln wie in Deutschland, aber diese werden ungezwungener ausgelegt. Eine rote Ampel ist nur ein Hinweis und die uns bekannten Regeln wirft man nach Blickkontakt mit den Anderen am besten über den Haufen. Wichtig ist zügiges Mitfahren, schnelles Reagieren und natürlich lautes Hupen, mit dem man auf sich aufmerksam macht.
Wer keine Angst vorm Fahren hat, wird sich bald in das vermeintliche Chaos einfügen. Mir persönlich hat es mit der Zeit immer mehr Spaß gemacht, in das Gewühl einzutauchen und mitzumachen. Weil Sizilien einen so prägenden Eindruck bei uns hinterließ, blieb es natürlich nicht bei dem ersten Urlaub auf dieser Insel. Und dies war dann Grund genug, diese Seite zu gestalten. Ich bin zu dem Schluss gekommen, und die Italiener im Norden mögen es mir nachsehen, Italien sind nicht nur die Dolomiten, der Gardasee oder Rimini.
Wer die lange Fahrt mit dem Auto auf sich nimmt, um auf der Insel flexibel zu sein, wird mir zustimmen.

Weit im Süden des Landes fanden wir etwas unterkühlten Teutonen ein völlig anderes Italien. Sizilien ist anders: aufregend, grellbunt und extrem. Selbst die Geschichte der Insel ist bunt und wahrscheinlich mit keinem anderem Land zu vergleichen.
Die Sizilianer selbst nennen den Rest Italiens "Continente", dabei ist Sizilien in seiner Vielfalt ein kleiner Kontinent für sich selbst. Quelle:M.Kral


dieser Text konnte nicht passender wiedergeben werden, es ist was wir selbst empfinden, wenn wir unterwegs auf dieser Insel sind
Ulla und Gino Ferienwohnung in Terrasini