Größere Kartenansicht

wie wo was in Sizilien

geliebtes Sizilien

schenken sie uns "Drei Wochen" Ihres Lebens,
wir revanchieren uns mit 3000 Jahren Geschichte
die sich auch in der Kueche Siziliens wiederspiegeln


Ein Urlaub auf Sizilien bedeutet nicht nur die Entdeckung der schönen Landschaft und architektonischer Sehenswürdigkeiten es heisst auch die kulinarischen Besonderheiten des Landes zu geniessen

Für die Sizilianer ist das Essen ein sehr wichtiger Bestandteil des Lebens. Essen und Trinken auf Sizilien bedeuten Lebensqualität und man nimmt sich viel Zeit dazu.

Im Gegensatz zu der deutschen Küche ist eine typische italienische Mahlzeit auf mehrere Gänge verteilt.

Der erste Gang, „il primo piatto“, ist meistens ein Pasta-Gericht, der zweite Gang, „il secondo piatto“, ein Fleisch- oder Fisch-Gericht. Dazu isst man ein „contorno“, eine Beilage, und Genießer verzichten natürlich nicht auf eine Vorspeise, „antipasto“, und ein „dolce“ zum krönenden Abschluss einer Mahlzeit. In vielen Restaurants muessen Sie die Beilagen gesondert bestellen, da sie nicht automatisch dazugehören

Für die sizilianische Küche gilt, was auch die italienische Küche im Allgemeinen ausmacht: Einfache Gerichte werden zum wunderbaren kulinarischen Genuss, gegrillter Tintenfisch fein gewürzt und mit Öl und Zitronen abgeschmeckt ist ein Gedicht. Wer braucht da noch eine fettige Sauce?

Sizilien war schon zu frühen Zeiten ein Schmelztiegel von Völkern, Kulturen und Lebensgewohnheiten. Durch seine strategisch günstige Lage zwischen Europa und Afrika wurde mancher begehrliche Blick auf dieses Stück von Italien geworfen. So wurde Sizilien von Griechen, Römern, Normannen und Arabern, später von Franzosen, Spaniern und Italiener besiedelt. Alle diese Völker hinterließen ihre Spuren auf diesem Fleckchen Erde und trugen somit zur Entstehung der eigentlichen sizilianischen Kultur bei. Die Zeugnisse fremder Völker findet man auf Sizilien auf Schritt und Tritt in der Architektur oder der Kunst verfestigt.

Doch nirgendwo sind die verschiedenen Einflüsse besser und harmonischer miteinander verbunden als in der sizilianischen Küche. Hier vermischen sich Gewürze aus Afrika mit europäischen Zutaten und lassen Gerichte entstehen, die es in ihrer einzigartigen Komposition nur in Sizilien gibt. Wegen seines fruchtbaren Bodens wurden bereits in der Antike Weizen, Mais, Oliven und Weinstöcke angebaut. Sizilien galt als die „Kornkammer des Imperiums“ und buk die besten Brotsorten von ganz Italien. Aus Arabien gelangten Dattelpalmen, Zitronenbäume und Nüsse jeglicher Art in das Land, was schließlich in eine der köstlichsten Nachspeisen verarbeitet wurde – der Cassata alla siciliana. Diese Spezialität aus Biskuitteig, Ricottakäse, Schokolade und Gewürzen wird mit einer Pistazienglasur überzogen und mit kandierten Früchten geschmückt. Ebenfalls ausländischen Ursprungs ist die Torrone, eine Art Nougat, der aus Honig, Sesamsamen und Mandeln hergestellt wird. Die beiden Köstlichkeiten sind zugegebenermaßen recht gehaltvoll, doch genügt schon eine kleine Portion davon, um den herrlichen Geschmack der darin enthaltenen Zutaten auf der Zunge zergehen zu lassen.

Man streitet bis heute darüber, wer die Nudel nach Italien, insbesondere nach Sizilien brachte. Sicher ist jedenfalls, dass die Pasta in welcher Form sie auch immer erscheinen mag, aus der sizilianischen Küche nicht wegzudenken ist. Charakteristisch für den hiesigen Geschmack ist die Verbindung von Fisch, scharfen Gewürzen und süßen Komponenten, wie zum Beispiel Rosinen oder Fenchel. Das nachfolgende Pastarezept kann als das sizilianische Nudelgericht schlechthin bezeichnet werden: Pasta con Sarde wird sowohl mit frischen, ausgenommenen als auch mit gesalzenen Sardinen zubereitet. Dazu kommen eingeweichte Rosinen, eine Fenchelknolle, gehackte Zwiebeln, Tomatenpaste, Pinienkerne und natürlich viel Olivenöl. Feinschmecker bestreuen die fertige Pasta mit Brotbröseln anstatt von Käse. Diese Variante ermöglichte es ursprünglich der armen Bevölkerung, dem Gericht mehr Würze und Geschmack zu verleihen, da Käse kaum erschwinglich war.

Ein völlig einfaches Nudelgericht, das dennoch köstlich schmeckt und keine Wünsche offen lässt, ist Pasta con Aglio, das mit frischem Knoblauch, vollreifen Tomaten, gerösteten Mandeln und einem großem Bund frischem Basilikum zubereitet wird. Das Ganze wird vor dem Servieren noch großzügig mit Olivenöl gewürzt und abgerundet.

Doch auch Gemüse kommt in der sizilianischen Küche nicht zu kurz. Eine interessante Kombination ist die Mischung von Makkaroni mit Blumenkohl und Brokkoli, denen eingelegte Sardellenfilets, Zwiebel, Safran, eingeweichte Rosinen und Pinienkerne zugefügt werden. Das Gericht wird mit gehacktem Basilikum und geriebenem Pecorino-Käse, alternativ mit Brotbröseln bestreut.

Fisch ist ein wichtiger Bestandteil des sizilianischen Küchenzettels. Besonders der Thunfischfang ist eine wichtige Erwerbsquelle der dort ansässigen Fischer. Zu früheren Zeiten war die Jagd auf den Thunfisch ein beliebter und blutiger Zeitvertreib für Adlige, die von weit her kamen, um diesem Nervenkitzel zu frönen. Eine geradezu klassische Verbindung arabischer und sizilianischer Spezialitäten ist der Cuscus. Das auf der Basis von Weizengrieß zubereitete Gericht wird je nach Bedarf, Geschmack und Möglichkeit mit Gemüse, Hammelfleisch oder Fisch kombiniert.
Für den Cuscus con Pesce werden verschiedene Fischfilets, wie Kabeljau, Seezunge etc. mit Couscous, Pfefferkörnern, Lorbeerblättern, Zimt, Salz und Knoblauch gekocht. Ein richtiges Cuscus erfordert Zeit und Fingerspitzengefühl für den Grieß. Er sollte erst mit kaltem Wasser befeuchtet und aufgelockert, dann im Wasserdampf gegart werden. In sizilianischen Familien gibt es hierfür spezielle Töpfe, die ausschließlich der Zubereitung von Cuscus dienen.

Salat gibt es in Sizilien in den verschiedensten Formen und Zusammenstellungen. Die am häufigsten verwendete Zutat ist die Tomate. Sei es nur mit Zwiebeln, Essig und Öl oder mit Mozzarella, Basilikum und Oliven kombiniert, der Fantasie der Köche sind hier keine Grenzen gesetzt. Eine etwas andere Salatvariante ist der Orangensalat. Für eine Insalata di Arancie werden Orangen enthäutet und mit Olivenöl und Salz beträufelt. Dazu kommen Zwiebelringe, die einige Zeit in kaltem Wasser gelegen haben, um den strengen Geschmack ein wenig zu mildern. Ein wenig Fenchelkraut und gehackte Petersilie runden den pikanten Geschmack dieses Salates ab.

Was wäre eine Mahlzeit ohne Dessert – wie ein Liebesroman ohne Happyend. Die typischen sizilianischen Spezialitäten Cassata und Torrone wurden eingangs schon erwähnt. Daneben verlocken aus Marzipan geformte Früchte, Marzipankuchen und Mandelkuchen zum Schlemmen und Genießen.

Siziliens Küche hat außerdem noch viele andere Köstlichkeiten zu bieten. Das einfache und eher frugale Gericht aus Puffbohnen, Pecorino und Brot ist mit einem Glas Wein genossen eine herzhafte Mahlzeit, die auch dem verwöhntesten Gaumen schmeichelt. Fleisch spielt in der traditionellen sizilianischen Küche eine eher untergeordnete Rolle. Der Schwerpunkt liegt auf Brot, Pasta, Fisch, Gemüse und Früchten. Zusammen mit dem aromatischen Olivenöl genossen, bilden diese Zutaten vielfältige Möglichkeiten für eine gesunde und wohlschmeckende Ernährung.